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Der Trendscanner Trend-News Gastrotrends: fett, feist und gewissenlos

veröffentlichts am Donnerstag, 22.02.2007

Gastrotrends: fett, feist und gewissenlos

„TrendScanner” berichtet anhand von 4 interessanten Beispielen über die neuesten Trends in der Gastronomie-Szene:

Trend 1: Reine Dessert-Restaurants boomen trotz - oder gerade wegen - des Diät-Hypes

Die paradiesische Vorstellung, sich nur von Süßigkeiten zu ernähren, dürfte jedem von Kindheitstagen noch in Erinnerung sein. In Übergewichtszeiten, in denen üppige 7-Gang-Menüs nicht auf den Diät-Plan passen, ist es daher nur konsequent, beim Highlight jedes Essens anzufangen und aufzuhören. Die Eldorados für Naschkatzen servieren ganze Menüs unter dem Motto Nachtisch.

Beispiele der Redaktion des „TrendScanner”:
  • New Yorks erste Dessert-Bar Chika-Licious kredenzt für 12 US-Dollar ein Sommer-Menü, einen passenden Dessert-Wein gibt es selbstverständlich ebenfalls.
  • Chief Will Goldfarb von Room 4 Dessert wird gerade als der neue Sternekoch der Dessert-Küche gehypt.
  • Und auch Spanien, die Heimat von Ferran Adrià, setzt nicht nur auf Moleküle, sondern auch auf Kalorien: Espai Sucre in Barcelona bietet neben avantgardistischen Schokoladen-Menüs eine Dessert-Akademie an (www.espaisucre.com).

Last, but not least ist die Idee der Dessert-Bars natürlich besonders auch für Hersteller interessant: In Berlin hat jüngst das erste Schokoladenrestaurant der Chocolatiers Fassbender & Rausch am Gendarmenmarkt eröffnet.

Angespitzt von der Idee und dem Erfolg, reichen Gourmet-Restaurants seit Neuestem dicke „Candy Carts“, die weit über das Angebot einer Dessert-Karte hinausgehen (www.trurestaurant.com, www.alainducasse.com).

Trend 2: Gastronomie ohne Küche - das Restaurant mit Angeboten für jeden Geschmack

Den öffentlichen Raum als Nische hat die Food Facility entdeckt. Das bisher nur als kurzfristige Installation Ende 2005 präsente Projekt in Amsterdam vereinte Wohnzimmeratmosphäre mit Restaurant-Charakter. An eingedeckten Tischen konnten sich die Gäste von den Karten der umliegenden Take-away- und Delivery-Gastronomien ihre Lieblingsgerichte aussuchen und in die Food Facility bringen lassen.

Selbst an Service fehlte es nicht: Der Food Advisor gab Tipps über Qualität der Speisen sowie Lieferzeiten, und der Food DJ richtete das gebrachte Essen geschmackvoll an. Die Food Facility setzte so auf Vielfalt statt Monotonie.

Trend 3: Die Region als Nische und Erfolgsgarant: Noma serviert nur „Nordisk Mat“

Ausschließlich skandinavische Produkte (Nordisk Mat) verwendet der Küchenchef des Kopenhagener Feinschmecker-Tempels Noma. René Redzepi wird sich schon bald dank der Besetzung dieser Nische als erster skandinavischer Koch in der Riege der 3-Sterne-Köche wiederfinden. Die Kunst kommt von Können: Gelernt hat Redzepi unter anderem bei Thomas Keller und Ferran Adrià.

Verarbeitet werden in dem Kopenhagener Restaurant allerdings weder Olivenöl noch Knoblauch noch Zitronengras. Stattdessen gibt es Strandkräuter aus Schonen, Tiefseekrabben von den Färöer Inseln, Seetang aus Island, Austern aus dem Limfjord und Jogurt von einem dänischen Bauern, der seine Schafe auf Sauerampferwiesen weiden lässt. Redzepi serviert auf jedem Teller nicht nur Sterneküche, sondern immer ein Stück Heimat und Tradition.

Trend 4: Kindheitserinnerungen - ein Restaurant, das nur Makkaroni mit Käse serviert

Sarita und Caesar Ekya sind völlig überrascht von dem Erfolg, den sie mit S’MAC gelandet haben. Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ verzichten die beiden New Yorker auf jeden Feinschmecker-Schnickschnack und Gourmet-Anspruch. Auf der Karte gibt es nicht einmal Wein, und auch die Atmosphäre erinnert eher an ein Dinner der 80er. Dennoch:

„Sarita’s Macaroni & Cheese“ brummt mitten im Herzen von Manhattan. Verfügte das Ehepaar zum Start (Mitte 2006) noch über 3 Angestellte, sind es jetzt bereits 14 Beschäftigte. Der Erfolg kam, ohne dass die beiden einen Cent in Werbung und Marketing investieren mussten: Die Banker & Broker aus der Umgebung lieben den Kinder-Klassiker „Mac-n-Cheese“.

Fazit des „TrendScanner”: Dass es Fischrestaurants und Steakhäuser, Weinstuben und Cocktailbars gibt, ist nichts Neues. Gastronomen hatten schon immer ihr Spezialgebiet. Neu sind allerdings Nischenrestaurants, die keine Kompromisse erlauben und direkt unsere infantilen Grundbedürfnisse ansprechen, uns damit in unserer Individualität bestätigen. Essen ohne schlechtes Gewissen darf wieder Spaß machen!
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Lesermeinung

„Ich lese seit über 10 Jahren den "TrendScanner" und schätze Axel Gloger sehr: Trotz (oder gerade wegen) meiner knapp bemessenen Zeit sind die kompakten und spannenden Informationen des "TrendScanner" für mich eine optimale Möglichkeit, auf dem aktuellsten Stand der Entwicklungen zu bleiben. Ich und mein Team sind und bleiben begeisterte "TrendScanner"-Leser!„

Jutta Rubach, Jutta Rubach & Partner, Berlin

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