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Der Trendscanner Trend-News Social Business: Warum Social Media ein globaler Erfolgsfaktor sind

veröffentlichts am Montag, 14.09.2015

Social Business: Warum Social Media ein globaler Erfolgsfaktor sind

von Ihrem Fachinformationsdienst
Es ist eine Revolution, obwohl es für viele im Geschäftsleben bereits zum Alltag gehört: Social Media bzw. Social Business. Zumindest bis zum Anfang der 2010er Jahre war die Skepsis groß.
Wie soll schon solch ein Blabla-Medium wie Facebook, wie sollen Business-Portale wie XING oder LinkedIn unsere Geschäftswelt verändern?

Neuere Untersuchungen belegen jetzt, dass Social-Media-Werkzeuge ein wichtiger Produktivitätsfaktor für Unternehmen aller Größe sind. Aber speziell bei großen, global operierenden Unternehmen spielen Digitalisierung, globale Informationsnetze sowie die enge Einbeziehung der Kunden und Zulieferer eine immer wichtigere Rolle.

Vor rund fünf Jahren erlebten wir mit dem sogenannten F-Commerce eine große Facebook-Euphorie. Die Hoffnung dahinter: Wenn Facebook jetzt auch noch zu einer E-Commerce-Plattform heranreift, erhalten wir völlig neue Chancen in der Kundenkommunikation. Diese Hoffnung stellte sich als Trugschluss heraus, von F-Commerce spricht heute niemand mehr.

Doch was die meisten Social-Media-Gurus für lange Zeit als aussichtsloses Unterfangen abgestempelt haben, dass die sozialen Medien nämlich ein innovatives Business- und Strategiewerkzeug sein können, setzt sich auf allen Kontinenten immer mehr durch: Social Media als Social Business verändern unsere wirtschaftlichen Prozesse und treiben das Wachstum an.

Der Trend: Social Media als exzellentes B2B-Medium. Die Erfahrungen der vergangenen rund zwei Jahre zeigen, dass Social Media weder Klamauk noch ein reines B2C-Werkzeug sind.

Ganz im Gegenteil: Gerade bei global operierenden Unternehmen rückt das Thema Social Business immer höher auf der Zukunftssagenda. Die Human-Resources-Abteilung von Covance, einem US-amerikanischen Pharmadienstleister, nutzt beispielsweise Twitter, um hauseigene Forscher mit externen Wissenschaftlern zu vernetzen und dabei neue Ideen zu entwickeln.

Die zentralen Erfolgsfaktoren von Social Business

Aktuelle Untersuchungen zum Trendthema Social Business kommen unabhängig voneinander zu folgendem Schluss: Es sind in der Regel drei Eigenschaften, die Unternehmen auszeichnen, welche erfolgreiches Social Business betreiben:

  • Entscheiden mit Big Data. Diese Unternehmen arbeiten schon längere Zeit und mit großer Selbstverständlichkeit mit Big-Data-Anwendungen, um Entscheidungen zu treffen. Social Business ist kein nettes Beiwerk. Komplexe Auswertungen aller verfügbaren Daten dienen in diesen Unternehmen als entscheidend wichtige Beschlussvorlage.
  • Social Business ist Chefsache. Um das zu ermöglichen, verfügt die Mehrheit der erfolgreichen Unternehmen über eine Social-Business-Vision, die von der Führungsetage vorgelebt wird. Das lassen wir den Praktikanten machen und dann gucken wir mal – diese Haltung gehört also definitiv in die Frühzeit der Social-Media-Nutzung.
  • Raus aus der Marketing-Ecke. Damit aus Social Media tatsächlich Social Business wird, das zeigt ein genauer Blick auf die erfolgreichsten Social-Business-Unternehmen, muss Social Media aus der Nische der Marketingnutzung herausgeholt werden.

Social Business: Unternehmensbeispiele

BASF: Innovation und Prozessoptimierung durch Social Business

Der weltweit größte Chemieproduzent gehört mittlerweile schon zu den Social-Business-Veteranen. Das Unternehmen mit Stammsitz in Ludwigshafen verfügt global über 88 Dependancen und beschäftigt 112.000 Mitarbeiter in der ganzen Welt.

Schon seit 2010 pflegt das Unternehmen eine Social-Business- Plattform, um die unglaubliche Komplexität des Unternehmens zu bündeln. "connect.BASF" umfasst mittlerweile 4.500 Business-Communities, die zu einer Vielzahl von Themen arbeiten und Prozesse vereinfachen.

AT&T: Internes Crowdsourcing

Der amerikanische Telefon-, Kabel- und Vernetzungsgigant hat bereits 2009 ein gigantisches Crowdsourcing-Programm an den Start gebracht, das allerdings nur für interne Mitarbeiter und vor allem Führungskräfte offen ist. In dieser virtuellen Ideenbörse werden die Leistungsträger des Konzerns auf spielerische Weise zum Vorwärtsdenken animiert.

An der "Innovation Pipeline" (TIP), so die interne Bezeichnung, sind mittlerweile insgesamt 130.000 Mitarbeiter in 50 USStaaten und 54 anderen Ländern beteiligt.

Im Zeitraum einer TIP-Session, die jeweils drei Monate dauert, werden die besten Innovationsideen regelmäßig dem Vorstand präsentiert. Für die Zeit eines TIP entsteht bei AT&T intern (und ohne dass es die Kunden merken) ein digitaler Think-Tank, in dem sich die Mitarbeiter, so eine Formulierung des Unternehmens, wie "Venture Capitalists" verhalten können.

SAP: Innovatives Spielen im Netz

SAP hat eine Online-Community entwickelt, in der Nutzer der SAP-Software Ideen in Umlauf bringen und sich gegenseitig bei Problemen unterstützen. Das "SAP Community Network" freut sich über durchschnittlich 2 Millionen Unique Visitors (jeder Besucher wird einmal gezählt, egal, wie oft er in dem Zeitraum auf die Seite zurückkehrt) pro Monat.

In mehr als 430 Subgruppen werden Innovationen, Probleme und Perspektiven rund um die SAP-Software diskutiert. Aus einem digitalen Kundendienst ist bei dem Walldorfer Konzern längst eine interaktive Parallelwelt geworden, an die sich schnell auch Blogs, Archive, E-Learning-Plattformen und Umfragewerkzeuge angeschlossen haben.

Das Community Network wurde im Jahr 2003 gegründet. Nach der Akquisition von BusinessObjects wurde auch die große Community dieses Unternehmens in das SAP-Netzwerk integriert. 2013 wurde das erfolgreiche Netzwerk durch zusätzliche Gamification- Angebote aufgemöbelt, die die Mitarbeiter auf spielerische Weise motivieren sollen, sich noch intensiver einzubringen.

USAA: Imagekorrektur und Recruiting über Social Media

USAA, ein einflussreicher Versicherungsdienstleister für US-amerikanische Armeeangehörige, ist seit Jahren aktiv auf LinkedIn und Facebook präsent. Dort hat das Unternehmen erfolgreich sein Image als Arbeitgeber aufpoliert.

Rich-Media- Lösungen, Fotos und Videos haben dafür gesorgt, dass der Konzern mittlerweile ein gefragter Arbeitgeber ist. USAA setzt Social Media darüber hinaus erfolgreich beim Recruiting ein. Auf LinkedIn gehen gelegentlich sogar Vorstandsmitglieder höchstpersönlich auf Personalsuche und werden nach Unternehmensangaben mitunter innerhalb von zwei Stunden fündig.

Fazit

Social Business ist längst mehr als nur Marketing. Weder kann es Marketingprozesse in Gänze ersetzen, noch erschöpft es sich in vordergründiger Kundenorientierung. Wir sind überzeugt davon, dass Social Business dann in einem Unternehmen wirklich angekommen ist, wenn es jenseits einfacher (Marketing-)Versprechen eingesetzt wird.

Und das heißt: Wer es mit Social Business ernst meint, sollte es als strategisches Werkzeug zur Prozessoptimierung und zur Kultivierung von Innovationen einsetzen.

Digitalisierung ist ein Megatrend und wird in den kommenden Jahren alle Unternehmensprozesse von Grund auf verändern. Social Media als Social Business werden für viele Unternehmen – ganz gleich welcher Größe – ein wichtiger Schritt in die neue Welt der digitalen Ökonomie sein.

Die großen Unternehmen haben es vorgemacht. Gerade für KMUs mit globaler Ausrichtung ist jetzt die richtige Zeit, ins Social Business einzusteigen (zumal die Kosten für eine "digitale Welt" so niedrig sind wie noch nie).
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„Ich lese seit über 10 Jahren den "TrendScanner" und schätze Axel Gloger sehr: Trotz (oder gerade wegen) meiner knapp bemessenen Zeit sind die kompakten und spannenden Informationen des "TrendScanner" für mich eine optimale Möglichkeit, auf dem aktuellsten Stand der Entwicklungen zu bleiben. Ich und mein Team sind und bleiben begeisterte "TrendScanner"-Leser!„

Jutta Rubach, Jutta Rubach & Partner, Berlin

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