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Die meisten dieser Firmen sind zwar in breiteren Kreisen unbekannt, aber sie stehen mit einer weißen Weste dar. Viele Stellenwechsler und Neueinsteiger werden sich dem Mittelstand zuwenden, weil sie hier stabile Arbeitsverhältnisse und Arbeitgeber mit einem unbelasteten Image finden.
Konzerne dagegen, die Mitarbeiter und Führungskräfte abhören, deren Vorstände durch Bestechungsaffären belastet sind und die durch Betriebsschließungen in die Schlagzeilen geraten, werden Nachteile bei der Suche nach Mitarbeitern erleiden.
Besonders das Investitionsgüter- und Dienstleistungsgeschäft belastet der hohe Euro-Kurs wenig. Rechnen Sie Ihr Auslandsgeschäft in Euro ab, das schützt Sie vor dem Aufwertungsrisiko. 80 Prozent unserer Exporte werden bereits in Euro fakturiert, vor fünf Jahren waren es erst 50 Prozent.
Gegenüber Wettbewerbern aus anderen Euro-Ländern haben deutsche Unternehmen einen Vorsprung - noch: Sie haben ihre Kosten im Griff, weil in den letzten Jahren die Betriebe ihre Fitness gesteigert haben. Dieser Vorsprung ist jedoch endlich, weitere Produktivitätsmaßnahmen stehen an!
Für die Hälfte der Beschäftigten gibt es keine tariflichen Lohnrunden. Hier ist das Risiko gewerkschaftlicher Intervention gering.
Anders in Osteuropa, dort machen Ihnen Aufschläge zwischen 15 Prozent (Polen, Ungarn) und 33 Prozent (Rumänien, Lettland) Ihre Kalkulation kaputt. Für Branchen mit niedriger Lohnintensität lohnt es sich bereits, Aktivitäten aus diesen Ländern wieder nach Deutschland zurückzuholen.
Pro 1.000 Arbeitnehmer werden 3,6 Tage durch Streiks ausfallen, das ist immer noch so wenig wie in kaum einem anderen Land (Vergleich: Dänemark 140, Spanien 134, Kanada 200). Auch der Lohndruck wird sich in Grenzen halten.
Rechnen Sie mit 3,3 Prozent Aufschlag in von der Gewerkschaft kontrollierten Bereichen. Freilich wird die Streikfreude auf einzelbetrieblicher Ebene deutlich steigen. Angefacht durch den Erfolg des Lokführerstreiks werden die Arbeitnehmer in den Ausstand gehen, wenn Arbeitszeiten erhöht oder Betriebe geschlossen werden.
Rechnen Sie mit einem BIP-Anstieg von 0,9 Prozent für 2013. Die US-Rezession schlägt nicht auf Deutschland durch. Folgen der Finanzmarktkrise berühren die in der Realwirtschaft tätigen Unternehmen kaum.
Das bekommen Sie durch schneller ansteigende Kosten zu spüren. Suchen Sie deshalb nach Ersatz- und Einsparmöglichkeiten.
Beachten Sie aber auch: Die Kern-Inflationsrate (Preisveränderungen ohne Energie und Lebensmittel) ist weiter rückläufig, am Rohstoffmarkt sinken die Preise, etwa für Nickel, Zink, Schweinefleisch, Lebendvieh, Aluminium und Zucker.
2012 lag sie bei 2,0 Prozent, so die Europäische Zentralbank. Die schleichende Entwertung der Vermögen und die Enteignung der Sparguthaben des kleinen Mannes dauern damit an (seit Einführung des Euro hat die neue Währung in unserem Land 15 Prozent ihres Wertes eingebüßt).
Weil immer weniger Menschen arbeitslos sind (2011 wurde die Schwelle von 3 Millionen unterschritten!), gibt es immer mehr Kaufkraft.
Der Konsum wird also 2012/13 das Wachstum, das bislang eher von Investitionen getrieben war, stützen. Ein Risiko allerdings bleibt: Sollte flächendeckend ein Mindestlohn in Höhe des Briefträgertarifs (9,80 Euro/Stunde) eingeführt werden, wären 2 Millionen Jobs gefährdet, die üblicherweise niedriger bezahlt sind, sagt das Ifo-Institut.
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