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Der Trendscanner Trend-News Wirtschaftstrends: Diese Veränderungskräfte prägen künftig die Märkte

veröffentlichts am Freitag, 06.02.2009

Wirtschaftstrends: Diese Veränderungskräfte prägen künftig die Märkte

Neue Absatzkanäle
Die Zeiten, in denen es Königreiche auf Märkten gab, gehen zu Ende. Künftig reicht es nicht mehr, sich auf einen angestammten Absatzkanal zu verlassen. Neue Anbieter ignorieren Branchengrenzen und -gepflogenheiten und erobern so neue Märkte.
Das zeigen drei Beispiele aus dem Gesundheitssektor:

  • Wurzelbehandlung im Supermarkt. Einen neuen Service bietet der britische Supermarkt Sainsbury in seiner Filiale in Manchester an: Kunden können sich hier auch die Zähne kontrollieren lassen. Ein lokaler Zahnarzt hat in dem Markt eine Filiale eröffnet. Die Preise der so genannten In-Store-Klinik unterscheiden sich nicht von denen einer normalen Praxis; eine Kontrolle kostet umgerechnet 23 Euro. Sollte der Test erfolgreich verlaufen, will Sainsbury diesen Service auch in 50 weiteren Filialen anbieten.
  • Pillen neben dem Obstregal. Edeka steht in den Startlöchern: Sobald die Liberalisierung des Apothekenmarktes kommt, will das Unternehmen in den Handel mit Medikamenten einsteigen. Marktleiter können schon probeweise ein 1,25 Meter breites Testregal mit Apothekenprodukten ordern. Pillen von 85 Herstellern sind im Sortiment. Währenddessen verstärken Lebensmitteldiscounter wie Aldi oder Plus den Handel mit Sanitätsprodukten - das Geschäft mit Rollstühlen, Treppenliften und Rollatoren läuft bereits gut.
  • Medizinischer Rat am Telefon. Die Krankenkasse DAK hat für Kunden, die an Asthma oder Bluthochdruck leiden, vor Kurzem eine Telefonhotline eingerichtet. Über die Nummer können die Patienten bei kleinen Problemen Krankenschwestern und Pfleger erreichen. Bislang haben Ärzte ein Monopol auf medizinische Beratung. Vorteile der Hotline: Die Callcenter- Mitarbeiter sprechen im Schnitt 20 Minuten mit dem Patienten - mehr als jeder Arzt. Außerdem kann die Krankenkasse so die Kosten senken, da die telefonische Beratung dabei hilft, medizinische Notfälle zu vermeiden.

Neue Technologien

Jede Branche ist in Zukunft eine Hightech-Branche. Technologien wie drahtloses Internet, Satellitennavigation und RFID entfalten in den kommenden Jahren eine Breitenwirkung. Selbst traditionelle Produkte und Dienstleistungen werden mit Technologie angereichert.
  • Beispiel Landwirtschaft. In Zukunft findet auf deutschen Äckern Precision Farming statt, hocheffiziente Landwirtschaft mithilfe von Hochtechnologie. Den Traktor lenkt zwar immer noch der Bauer, doch ein Navigationssystem hilft ihm dabei, die Wegstrecke zu minimieren und Überlappungen zu vermeiden; der Fahrweg wird auf 3 Zentimeter genau vorberechnet. Allein mit einem solchen Lenksystem lassen sich 7 Prozent der Zeit und Betriebsmittel einsparen.
  • Beispiel Schokolade. Die Firma Tscho sitzt im Silicon Valley und wendet die Methoden der Hightech- Branche auf die Produktion von Schokolade an. Farmer in den Anbaugebieten sind per Internet an die Zentrale in Kalifornien angebunden. Produkttester reichen ihre Bewertungen online ein. Produktionsanlagen in Übersee werden über das Netz gesteuert.
Mehr Ideen von außen

In Zukunft öffnen sich immer mehr Unternehmen nach außen. Sie nutzen die Intelligenz der Massen, um ihre eigene F&E-Abteilung zu unterstützen - wie die Firma Arduino: Die elektronischen Schaltkreise des Unternehmens steuern Modellflugzeuge, Bewässerungsanlagen und Roboter. Das Besondere an den 20-Dollar- Platinen:

Arduino hat die Baupläne der so genannten Microcontroller bis ins letzte Detail ins Internet gestellt. Jedermann kann sie nachbauen, ohne fürchten zu müssen, verklagt zu werden, da die Erfinder absichtlich kein Patent angemeldet haben. Die Idee: die Intelligenz der Kunden zu nutzen, um das Produkt zu verbessern. Bislang geht diese so genannte Open-Innovation- Strategie auf: Wann immer Arduino ein neues Produkt auf den Markt bringt, melden sich innerhalb von Stunden die Kunden mit Verbesserungsvorschlägen, melden Fehler und äußern Ideen, wie diese behoben werden können. Allerdings: Arduino verdient mit den eigenen Produkten kaum Geld und finanziert sich über Beratungsleistungen (www.arduino.cc).
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„Mir gefällt am TrendScanner die konsequente Ansprache innovativer Trends.”

Dr. Matthias Leder, IHK Gießen Friedberg

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